13.11.2012 | Pressemeldung

Funktion trifft auf Design – Innovationen von Kurz und PolyIC auf der Fakuma

Vom 16. – 20. Oktober fand in Friedrichshafen zum 22. Mal die Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung „Fakuma“ statt. In 12 Messehallen präsentierten insgesamt fast 1.700 Aussteller Neuheiten und Innvoationen. PolyIC war als Mitaussteller auf dem Stand des Mutterkonzerns Leonhard Kurz vertreten. Auf dem Messestand stellte PolyIC zwei Anwendungsbeispiele vor: eine Automobilmittelkonsole, die über Sensor-Bedienelemente verfügt, sowie ein Multitouch-Demonstrator, der den Einsatz von PolyTC®-Folien in verschiedenen Display-Anwendungen zeigt.

Kurz und PolyIC haben eine Technologie entwickelt, mit der die transparenten, leitfähigen PolyTC®-Folien für Touchsensoren und dekorative Beschichtungen gleichzeitig während des Spritzgießvorgangs auf Bauteile appliziert werden können. Die funktionalen PolyTC®-Folien von PolyIC und die Dekorfolien aus dem Hause Kurz werden in einem einem kombinierten Prozess von Inmold Labeling (IML) und Inmold Decoration (IMD) eingebaut. Die PolyTC®-Folien werden als einzelne Inmold Labels produziert und in die eine Werkzeughälfte eingelegt. Beim Hinterspritzen werden sie mit der Rückseite des Kunststoffteils verbunden. Zeitgleich wird im IMD-Verfahren an der zweiten Werkzeughälfte eine Trägerfolie mit dekorativer Beschichtung vorbeigeführt, die sich während des Spritzgießvorgangs vom Träger

löst und mit der Vorderseite des Bauteils verbindet. Um beide Anwendungen in einem Spritzvorgang realisieren zu können, musste eine besondere Werkzeugtechnologie entwickelt werden. Zudem wurden Funktionsfolien benötigt, die sich im IML-Verfahren verarbeiten lassen. Die transparenten und leitfähigen PolyTC®-Folien sind dafür geeignet, m IML-Verfahren zu verarbeitet zu werden.

Wird die neue Technologie von Kurz und PolyIC zur Herstellung transparenter Touch-Displays eingesetzt, liegt der entscheidende Vorteil darin, dass die Touch-Funktionalität per Inmold Labeling integriert werden kann. Wird das Verfahren hingegen für Touchsensor-Bedienfelder von Elektro- und Elektronikgeräten angewendet, lässt sich damit gleichzeitig ein einheitliches und edles Oberflächendesign realisieren. Typische Anwendungsgebiete hierfür sind Bedienfelder im Bereich Automotive oder Weiße Ware, Multitouchsensoren für Mobilfunk, aber auch innovative kapazitive Bedienelemente in Consumer-Elektronik-Anwendungen. Beispielsweise lässt sich hierdurch auch die Bedienung auf der Oberfläche eines Notebooks oder Tablet-PCs realisieren. Auf diese Weise wäre zum Beispiel das Abspielen von MP3 Liedern auch bei geschlossenem Gehäuse möglich. Die im IMD-Verfahren herstellbare Designvielfalt und –qualität kann somit uneingeschränkt genutzt werden.

Auf der Fakuma wurde der Herstellungsprozess von transparenten Touch-Displays und Touchsensoren auf den Messeständen der Projektpartner gezeigt. Die Firma Roth-Werkzeugbau zeigte, wie Touchsensoren inklusive Dekor- und Funktionsfolie produziert werden. Bei Sumitomo-Demag war zu sehen, wie Touch-Displays in einem Arbeitsschritt hergestellt werden.

Für Kurz und PolyIC ist dieses Verfahren ein weiterer Meilenstein im Bereich der neuen Technologien. Hierbei zeigen sich die hervorragenden Synergien von Mutter- und Tochterunternehmen.